new york ’95

sicher einer meiner interessantesten artikel:
new york '95

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#ccb11

es war die zweite event-teilnahme-premiere des jahres.
nachdem ich im sommer meinen ersten marathon absolviert hatte, habe ich nun auch mein erstes barcamp hinter mich gebracht. beides mache ich wieder! marathon ist aber anstrengender…

wärmstens empfohlen von unserer tollen social media managerin @zeniscalm sind meine liebe kollegin ascha und ich am frühen morgen des 29.10.2011 nach berlin gefahren, um pünktlich zur türöffnung des 4. communitycamp berlin um 08:30 h in den räumen der cimdata Medienakademie zu sein.

nach und nach füllten sich die räume mit immer mehr freundlichen leuten und nach der vorstellungsrunde der rund 130 teilnehmer und dem session-pitch ging’s los zu unserer ersten barcamp-session.

und die war gut besucht, denn das thema war überaus interessant : ‘gesundheit von communities’, ein vortrag von bert schulzki von motor-talk.de, mit über 2 millionen mitgliedern und mehr als 500 micro-communities die größte community europas für autos und motor. super session, bert!

ein weiteres highlight des ersten tages war die session ‘the big radioeins community fail’ von @makketing, der es geschafft hatte, zur aufarbeitung eines social-media-gaus bei dem beliebten berliner radiosender radioeins den dort verantwortlichen leiter der onlineredaktion volker düspohl einzuladen. bemerkenswert, wie es mal einem laden durch kurzzeitige unaufmerksamkeit geht, der sich normalerweise vor lob nicht retten kann… und wie so häufig nach shitstorms ohne nennenswerte konsequenzen für den sender.

außerdem haben wir die beiden sessions ‘die zwei hüte des communitymanagers’ von@biancaoertel und ‘schmutzige tricks des community managements auf facebook-seiten’ von @snoopsmaus besucht. ebenfalls klasse!

nach dem ‘get together im loft’ am abend mit jeder menge netten und aufschlussreichen (!) gesprächen trieb uns @Schmutte über den umweg dollinger am stuttgarter platz direkt in den hecht.
ein überaus empfehlenswertes etablissement mit fantastischen servicekräften und erlesenen getränken! außerdem darf man rauchen.

nach der kurzen nacht im art hotel charlottenburger hof tobten wir müde aber motiviert wieder ins lager.

heute besuchten wir ‘changemanagement & social media’ (@scytto), die beiden therapie-sessions ‘sag mir, wo du stehst – positionierung von communitymanagern in unternehmen’ (@Heikey) und ‘selbsthilfegruppe für community und social media manager’ (@zeniscalm) und zum abschluss ‘der perfekte launch’ (@getoliverleon).

inzwischen waren wir ja schon sowas wie barcamp-profis, und der zweite tag fühlte sich wesentlich unaufgeregter an. interessant und informativ war er ohnehin.

ein riesenlob und dank geht natürlich an das gesamte orga-team! wir haben uns sehr wohl gefühlt und kommen wieder! danke auch an @Franz, der hat ja schuld an allem… und natürlich an alle sessioner. vielleicht mache ich beim nächsten mal auch eine.

mein fazit: ich bin mit einer kleinen portion skepsis zu meinem ersten barcamp gereist (geek-overkill, nerds-generve, gemeinschaftstümelei) und als überzeugter barcamper zurückgekommen.

ich kann jeder/m, die/der sich mit social media beschäftigt oder beschäftigen möchte/muss empfehlen, diese meist kostenlosen freestyle konferenzen zu besuchen! neben haufenweise infos und unbezahlbaren erfahrungsberichten lernt man auch noch tolle leute kennen, die nicht selten wichtig für das eigene netzwerk sind.
und wenn man glück hat wie wir und in einem schlauen unternehmen arbeitet, zahlt den ganzen kram (anreise, hotel) auch noch die firma.

fotos gibt’s hier.

ich freue mich aufs #bchh11! und natürlich aufs #ccb12…

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jörg tom petterson

dass dieser kater mal in meinem blog erwähnt werden musste, war klar.
zu niedlich, zu verrückt, zu berechenbar, zu launisch und zu anschmiegsam ist jörg tom petterson, um ihn nicht zu mögen.

und gut sieht er auch noch aus!

ich habe gestern beim laufen darüber nachgedacht, ob ich ihn ‘meine lieblingskatze’ nenne.
immerhin gab’s ja schon tiro, higgins, stanislaw und seinen schlauen bruder (der wahrscheinlich iwan hiess), shari und all die anderen katzen, die ich auch gern gestreichelt habe (wobei ich shari nie streicheln konnte, weil sie mich immer sofort angegriffen hat. aber das spielt keine rolle.).

es dauerte keinen kilometer, um festzustellen, dass dieser kater in meiner hitliste ganz oben steht: charakterlich stark, ein brillanter jäger, kräftig und regenliebend, schmusig und nuttig.

jörg tom gähnt

nebenbei hat er inzwischen auch einen nahrungs-anspruch entwickelt, dem man besser nachkommen sollte.

was soll’s?
der geschickte mäusefänger jörg tom petterson ist meine lieblingskatze und lebt bei meiner großen schwester und ihrer lustigen familie im taunus.
hier kann man ihn sich angucken.

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neue fotos vom wasser

selbstverständlich habe ich die großartige party auf der hedi zum 10jähigen bestehen von ralf und anja nicht nur dazu genutzt, meinen ersten aperol spritz zu trinken, sondern auch, um möglichst viele am besten gute fotos zu machen.
mehr als 800 sind es dann geworden, loni und ich haben uns an der kamera abgewechselt.

Doch nicht nur die schwofenden partygäste waren ziel loni’s fotografischen kunsthandwerks und meiner knipsattacken, sondern auch das drumrum vom wasser aus.

meine sechs lieblingsfotos vom drumrum habe ich jetzt mal in meine hamburg-galerie gestellt.

hafenfotos aus tante hedis tanzkaffee

 

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need for speed für’s iphone

als alter need-for-speed-haudegen wollte ich selbstverständlich auch auf dem iphone testen, ob es sich da anständig rasen lässt.
und eins vorweg: es lässt!

die inzwischen 17 jahre alte renn-serie von electronic arts
vermittelt mit need for speed hot pursuit nahezu das gleiche irre rennerlebnis, das einem die ‘großen’ pc-versionen bieten: nur durch volle konzentration und gefüttert von adrenalin-schüben lassen sich die  unnachgiebigen gegner bezwingen.

trotz des kleinen displays, weswegen ich mir vorm spielbeginn am meisten sorgen gemacht hatte, versank ich vollkommen in der brutalen racerwelt!

als eher mittelmäßiger gamer kämpfte ich mich durch die mehr oder weniger anspruchsvollen herausforderungen und die erfolge schmeichelten meiner rennseele.

die grafik ist großartig und die boliden rasen geschmeidig durch die unterschiedlichen gewohnt liebevoll und detailgetreu gestalteten streckenszenarien.

das fahrgefühl ist super: hat man sich erstmal an die ‘neue’ steuerung gewöhnt erscheint alles logisch: zusammenstöße, slides, beschleunigung, bremsen, lenken.

und obwohl mich der cop-modus zunächst angewidert hat, war ich nach dem erfolgeich durchspieltem racer-modus mangels alternativen dazu gezwungen, mich auch mit diesem zu beschäftigen. und es war gar nicht so schlimm!

sicher, der racer modus entspricht eher meinem outlaw-naturell, aber auch als cop kann man tolle sachen erleben!

der soundtrack ist mal wieder gelungen: unter anderem spielen unsere helden vom black rebel motorcycle club ihren hit ‘conscience killer’ und sogar die damen von bad religion scheinen nfs-fans zu sein! ich kann’s ihnen nicht verübeln.

nachdem ‘hot pursuit’ durchgespielt war, versuchte ich, mit need for speed ‘undercover’ die spannung weiter hoch zu halten. das ist zwar wie wieder mit windows me arbeiten zu müssen, hat aber definitiv auch seinen reiz.

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the field mice – if you need someone

the field mice – if you need someone (sarah records / sarah 024 / 1989 / the autumn store part 1)

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ein t-shirt mit kirschen

jetzt mal ehrlich: wer von uns wollte nicht schon immer ein sarah-records-t-shirt?

ich habe mir diesen jahrelang gehegten wunsch jetzt erfüllt und gestern das label von st. christophers ‘say yes to everything’ und den beipackzettel mit der sarah-records-adresse eingescannt, den kram vektorisiert und heute morgen bei privateshirt ein hemdchen beflocken lassen.

€ 21,95 hat’s gekostet und ich freue mich, dass ich zukünftig der welt meine liebe zu jammernder gitarrenmusik durch das tragen der beiden kirschen vermittteln darf.

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endlich wieder fotografieren!

es war der tropfen, der das fass zum überlaufen brachte: der blog eines eher unsympathischen herren, der nebenbei auch fotografiert. und das nicht schlecht!
aber für mich mit meiner bisherigen digital-ausstattung (casio exilim ex-z90) schlicht unerreichbar.
klar, mit meiner hübschen olympus  om10 kann ich auch brillante fotos schießen, sie entwickeln und abziehen lassen, 90% wegschmeißen, den rest einscannen und anschließend bearbeiten… nur wann hatte ich das zum letzten mal gemacht? vor zehn jahren? das kommt hin.

seitdem wurschtel ich mich mit digicams durchs leben.
ich will nicht alles schlecht reden, was dabei rauskam. meine erste noname-kamera hatte immerhin 3 megapixel und ließ sich die verrücktesten effekte einfallen.
die kameras waren schön klein, passten in die hosentasche und ich hatte sie eigentlich immer dabei.
aber qualitativ hochwertige fotos waren, wenn ich ganz ehrlich bin, nie dabei.

aber jetzt sollte schluss damit sein. jetzt klickte ich nämlich die nikon d7000 in den warenkorb, dachte nochmal kurz über den preis nach und stellte fest, dass mir die canon eos 550d auch ganz gut stand.

ich informierte mich kurz über diese interessante mischung aus chips, plastik und glas und fand testberichte, die vergleichbar euphorisch ausfielen, wie die zur d7000.
offenbar also ein  top-produkt und für knipser wie mich vollkommen ausreichend.

aber konnte ich mich mit einer canon blicken lassen? schadete es vielleicht meinem ansehen auf dem dulsberg? welches image haben canon-knipser?
scheissegal. das ding musste gut sein, ich brauchte es und deshalb bestellte ich es auch.
jetzt habe ich die kamera knapp zwei wochen und bereue nichts.

sie ist super einfach zu bedienen, macht, was man will und bringt mindestens die ergebnisse, die man erwartet.
ich habe noch nicht alles ausgetestet, aber das, was bisher beim rumknipsen und ausprobieren  herausgekommen ist, überzeugt mich vollkommen!

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der hamburg marathon 2011

die letzten tage davor
in der letzten woche nicht rauchen, nicht weiter als 10 km laufen, viele kohlenhydrate und weniger fett essen und am letzten abend vorm marathon auf jeden fall zum italiener.
und lonis geburtstag nicht vergessen…

das waren meine vorsätze für die woche des jahres. und ich habe fast alles auch genauso eingehalten. beim essen war ich nicht sehr vorbildlich und habe trotzdem kuchen und anderen schweinkram gegessen.

sehr schön war die pasta- und pizzaparty mit der angereisten familie bei angelo in wandsbek am sonnabend.
entgegen peter l.s empfehlung habe ich allerdings nicht zwei sondern drei pils getrunken. und einen grappa. das hat gut getan.

spaghetti

der morgen vorm lauf
sonntag früh um 5:47 uhr wachte ich auf und wollte nicht mehr schlafen.
also duschen, frühstücken (spaghetti pur und ein schüsselchen müsli mit orangensaft) und ‘ne halbe stunde spazierengehen.
danach nochmal aufs klo und ab in die u-bahn. an jeder station stiegen mehr marathoniken ein. am baumwall waren fast keine zivilmitfahrer mehr zu sehen.
ein übernachtigtes junges pärchen stieg ein und er murmelte: “oh, ich glaub’, die gehen gleich alle joggen.”
da war was dran.

marathonklosim runners village angekommen, irrte ich erstmal etwas durch die gegend, machte ein paar fotos und gab dann meinen marathon-beutel in die vertrauenswürdigen hände der helfer.
ich benutzte eines der zahlreichen dosenklos und begab mich langsam zu meiner startzone ‘k’ für die läufer, die glaubten, in 4:30 stunden das ziel zu erreichen.
ich hatte vergessen, genug zu trinken und suchte vergeblich eine wasserstelle. hoffentlich würde mir das nicht gleich am anfang den lauf versauen…

das wetter war super! sonne pur und regen war erst für den frühen nachmittag angesagt. aber da wollte ich ja längst im ziel sein.

die erste hälfte
gegen viertel nach neun liefen wir los und erreichten schließlich die startlinie auf der reeperbahn.
die stimmung beim publikum war zu diesem zeitpunkt schon super und das sollte bis zum schluß so bleiben.

ich merkte gleich auf dem ersten kilometer, dass ich einen guten tag erwischt hatte: keine zipperlein, alles lief rund und auch die zeit stimmte: ich hatte mir vorgenommen, die ersten 20 km mit einem schnitt von 5:30min/km  zurückzulegen und bei km eins sprang die uhr auf 5:31 min um. so bitte weiter.

überall standen leute und klatschten, riefen oder machten sonst irgendwie lärm. kinder wollten abgeklatscht werden und aus fenstern kam musik.

die versorgungsstationen waren großartig organisiert und nach fünf kilometern gab’s die ersten bananen. das war gut.

wir liefen durch altona, ottensen, die elbchaussee entlang, vorbei am fischmarkt und kurz vor den landungsbrücken gab’s die erste zwischenzeitmessung bei der 10-km-marke.
ich hatte mich inzwischen entschieden, mein tempo etwas zu drosseln, und war dort nach 56:52 min. das war ok.

weiter ging’s durch den hafen und auf höhe der speicherstadt erhielt ich einen kleinen rückschlag: mein rechter fuß fing wieder an zu schmerzen.
doch davon durfte ich mich nicht ablenken lassen. jetzt war’s auch egal, ich wusste ja, was es ist und durfte darauf keine rücksicht nehmen. dann tut er eben weh. später hat sich sein linker kollege dazu gesellt, aber so scheint es nun mal zu sein.

binnenalster, außenalster, winterhude: tausende von menschen, großartige stimmung und spitzenwetter! die ersten läufer mussten allerdings schon weit vor der 20-km-marke aufgeben.

inzwischen nahm ich außer wasser und bananen auch hin und wieder isotonische und kohlenhydratgetränke zu mir. alles fühlte sich noch bestens an [bis auf die füße].

mit der halbmarathon-zeit war ich sehr zufrieden [2:00:31 stunden] und bald müssten auch meine ersten supporter auftauchen!

pieux / alte wöhr / foto: benni

und da saßen sie auch schon: marion und rita. wir haben uns fast zeitgleich entdeckt und ich verließ unerlaubterweise die strecke, um die beiden kurz zu drücken und zu versichern, dass ich topfit sei.
leider habe ich jasmin und naldo verpasst, die etwas später auf mich gewartet hatten…

ein paar kilometer weiter bei der alten wöhr stand die große supporter-gruppe:
zunächst heidi, später hardy, hansen, mirjam, sophie, hannah, benni, jule, loni, monika, melli, fenio und lilly.

verrückt! und ganz große klasse! das gab zusätzlichen antrieb.

irgendwo in der fuhle wartete auch noch peter g., doch auch ihn habe ich leider nicht entdecken können.
in ohlsdorf bei km 32 sollte der zweite treffpunkt mit meinen unterstützern sein.

die zweite hälfte
mental hatte mir das treffen an der alten wöhr geholfen, körperlich war mein blödes zwischen-den-straßenseiten-hin-und-her-gerenne [die gruppe hatte sich auf beide seiten verteilt] nicht so clever: wie meine adduktoren und mein rechter fuß das fanden, war unmissverständlich.

und so begann eine etwas anstrengende laufzeit durch die city nord und alsterdorf, die geprägt war von einigen krankenwagen- und sanitätereinsätzen.
und ich wurde langsamer.
wie ich jetzt weiß, war das auch kein wunder bei 26°C. dass es so warm war, war mir während des laufs nicht klar. ich gab den temperaturen keine schuld an meiner situation.

dann endlich ohlsdorf. da war die hölle los. wahnsinnig viele enthusiastische zuschauer und eine enge laufspur. ich war gespannt, ob ich meine leute finden würde.

das stellte sich aber als überhaupt kein problem dar: das laute gegröhle direkt vorm bahnhof war unverkennbar und jetzt waren auch noch ralf und anja mit dabei! ich hatte mich entschieden, in der mitte zu laufen, und das war genau richtig, da sich die gruppe wieder auf beide straßenseiten verteilt hatte. ein großes hallo!

pieux / ohlsdorf / fotos: bennies klingt ein bisschen kitschig, aber nach ohlsdorf fühlte ich mich unglaublich frisch. wahnsinn, was diese unterstützung bringt!
ich rechnete nach [womit ich ohnehin einen nicht gerade kleinen teil des laufs verbrachte] und es war möglich: sollte ich keinen großen einbruch erleiden, war eine zeit knapp unter vier stunden möglich! ich gab nochmal gas…

inzwischen trank ich längst nicht mehr an jeder versorgungsstelle.
wichtiger war abkühlung von außen und dafür nutzte ich die bereitstehenden wasserwannen und die von anwohnern spontan eingerichteten ‘schlauchduschen’.

spätestens in der alsterkrugchaussee begannen die ersten läufer zu gehern zu werden.
immer mehr mussten sich medizinisch versorgen lassen [offensichtlich krämpfe und kreislaufprobleme], einer kotzte angelehnt an einen baum auf den mittelstreifen. mir ging’s gut!

die letzten kilometer
dann war die alsterkrugchaussee zu ende und der horror begann:
ich hatte den anstieg der tarpenbekstraße noch nie als so steil wahrgenommen. hätte ich wahrscheinlich auch nicht in diesem moment, wenn ich nicht schon 36 km gelaufen wäre. mein tempo verlangsamte sich und meine laune wurde auch nicht besser.
und unter vier stunden wird es jetzt sowieso nichts mehr.

am ende der lehnhartzstraße hatte ich die schnauze voll. keinen bock mehr, scheiß-laufen, was für’n schwachsinn. tut nur weh und schneller wird’s jetzt sowieso nicht mehr.

und ich war sicher nicht der einzige.
das ist total schade, denn in eppendorf ist riesenstimmung! der eppendorfer baum ist voll von begeisterten, die vor allem die inzwischen gehenden anfeuern.
und dann laufen da nur noch verzweifelte rum, die inzwischen gar nichts mehr an diesem lauf genießen können und nur noch der gedanke an das ziel in 5 km auf den beinen hält.
und wir haben ja noch den kleinen anstieg der rothenbaumchausse vor uns…

um es kurz zu machen: beim einbiegen in die glacischaussee hatte ich das ziel vor augen und die gewissheit, dass jetzt nichts mehr schief gehen kann.
nochmal glücklich an meinen supportern vorbei [auch wenn ich leider einen teil der gruppe übersehen habe...] und fertig war der erste marathon!

meine uhr bleib bei 4:08:40 stehen, meine offizielle zeit war eine sekunde schneller. ich war begeistert.
und als mich die junge dame mit meiner medaille schmückte, schossen mir die tränen in die augen! sowas…

pieux / glacischaussee / fotos: benni & hansen
danach
humpeln ist ja, wenn ein fuß kaputt und der andere ok ist. aber beide schrott? wie konnte ich denn gerade eben noch LAUFEN?
erstmal bin ich zum ‘frischepartner rewe’ gestakst, um die finisher-tüte abzuholen [banane, wasser, apfel, proteinriegel, isodrink] und danach zu krombacher, um mir mein alkoholfreies alsterwasser geben zu lassen.
irgendwo fand ich einen platz zum sitzen, trank mein alster und ging schließlich los, meine tasche abzuholen und meine medaille prägen zu lassen. den leihchip gab ich nicht ab, den kaufe ich mir jetzt.
denn das war nicht mein letzter lauf!
um mich herum leute wie ich: erschöpft, aber glücklich! und ich denke, mit meiner meinung stehe ich nicht allein da: es war zwar mein erstes rennen, also habe ich keine vergleiche, aber für mich war die organisation perfekt [einziger echter wehrmutstropfen: das finisher-shirt ist armselig!]! vielen dank!

pieux im zoë / foto: bennijetzt aber ab zu meinem supi-supporter-team!
wir wollten uns unter dem ‘b’ im treffpunktbereich treffen und sie warteten auch bereits auf mich. leider fehlte taschi, das konnte ich hier erst feststellen.
hansen versorgte mich deshalb mit einem ‘echten’ astra-alster. danke!

nach ausgiebiger begrüßung und glückwünschen machten wir uns auf ins zoë auf ein, zwei biere, um anschließend im kleinen kreis im olympischen feuer zu speisen. irgendwann wurden wir sehr müde und mussten nach hause.

ein großer tag ging zu ende.

runners village danach

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15. marathon vorbereitungswoche

pieux nach 12,2 km

nach dem fiasko am vergangenen sonntag (aufgabe nach 17 km) musste in dieser woche nochmal ein langer lauf her.

nicht nur, um in form zu kommen/bleiben, sondern vor allem, um festzustellen, ob ich überhaupt noch mehr als 20 km laufen kann!

und das hat super geklappt:
22 km mit 5:34 min/km. damit war ich sehr zufrieden und sehe der letzten vorbereitungswoche inklusive marathon verhältnismäßig gelassen entgegen.

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